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Schrecker Therapiepraxis

Evidenzbasierte Physiotherapie

Evidenzbasierte Physiotherapie verbindet Studienergebnisse, therapeutische Erfahrung und die Wünsche der Patienten zu einer begründeten Entscheidung.

Therapie Auch: EBP, Evidence-based Practice

Evidenzbasierte Physiotherapie bedeutet, dass Behandlungsentscheidungen auf den besten verfügbaren Studienergebnissen, auf therapeutischer Erfahrung und auf den Zielen des einzelnen Menschen beruhen. Die Therapiepraxis Schrecker in Günzburg nutzt diesen Ansatz als einen Baustein ihrer ganzheitlichen Einzeltherapie.

Was bedeutet evidenzbasierte Physiotherapie im Alltag?

Das Wort Evidenz steht hier für nachprüfbare Belege aus der Forschung. Es geht also nicht darum, starr einer Studie zu folgen. Forschungsergebnisse beschreiben Gruppen von Menschen, und Sie sind ein Einzelfall mit eigener Vorgeschichte und eigenen Zielen. Darum werden drei Quellen zusammen betrachtet.

Worauf eine begründete Entscheidung beruht

  • Ergebnisse aus möglichst aussagekräftigen Studien und Übersichtsarbeiten
  • Fachliche Leitlinien, soweit es sie für die Beschwerden gibt
  • Die Erfahrung der behandelnden Person
  • Ihre Ziele, Wünsche und Lebensumstände
  • Die Ergebnisse aus Gespräch und Untersuchung

Für die Abwägung im Einzelfall gibt es den Begriff Clinical Reasoning. Er beschreibt das strukturierte Nachdenken über Befund und passende Schritte.

Wo sind die Grenzen der Evidenz?

Nicht jedes Verfahren ist gleich gut untersucht. Für aktive Bewegung gibt es bei vielen Beschwerden des Bewegungsapparats vergleichsweise gute Belege. So empfiehlt die Nationale VersorgungsLeitlinie zum Kreuzschmerz, bei Rückenschmerzen körperlich aktiv zu bleiben. Bei anderen Methoden ist die Datenlage begrenzt oder uneinheitlich. Das gilt zum Beispiel für die Cranio-Sacral-Therapie, die wir deshalb als ergänzende Methode verstehen und offen so benennen.

Fehlende Belege beweisen nicht, dass etwas unwirksam ist. Sie bedeuten aber, dass eine Wirkung nicht gesichert ist. Auch gut untersuchte Maßnahmen helfen nicht jedem Menschen. Ein Ergebnis lässt sich deshalb nicht zusagen.

Was bedeutet das für Sie?

Sie dürfen jederzeit fragen, warum eine Maßnahme vorgeschlagen wird und wie gut sie untersucht ist. Zum evidenzbasierten Vorgehen gehört auch, den Verlauf zu beobachten und den Behandlungsplan anzupassen, wenn sich etwas als wenig passend erweist. Die Physiotherapie ersetzt dabei keine ärztliche Diagnose. Ungeklärte oder starke Beschwerden gehören zuerst in ärztliche Hände.

Forschung entwickelt sich außerdem weiter. Was heute als gut belegt gilt, kann durch neue Studien genauer eingeordnet werden. Evidenzbasiertes Arbeiten bedeutet deshalb auch, das eigene Vorgehen immer wieder zu hinterfragen und offen zu sagen, wenn eine Frage wissenschaftlich noch nicht geklärt ist.

Häufige Fragen

Was bedeutet evidenzbasiert in der Physiotherapie?

Evidenzbasiert bedeutet, dass Forschungsergebnisse, therapeutische Erfahrung und die Ziele des Patienten gemeinsam in die Entscheidung einfließen. Es geht um eine nachvollziehbare Begründung und nicht um ein starres Schema.

Sind alle Methoden der Physiotherapie wissenschaftlich belegt?

Nein, die Datenlage unterscheidet sich je nach Methode und Beschwerde deutlich. Für manche Verfahren gibt es gute Belege, für andere nur begrenzte oder uneinheitliche Ergebnisse.

Garantieren Studien den Erfolg einer Behandlung?

Nein, Studien beschreiben Ergebnisse von Gruppen und können den Verlauf bei einem einzelnen Menschen nicht vorhersagen. Deshalb wird der Verlauf beobachtet und das Vorgehen bei Bedarf angepasst.

  • Behandlung
  • Untersuchung
  • Bewegung

Der erste Schritt ist ein Gespräch.

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