Die Anamnese ist das gezielte Gespräch über Ihre aktuellen Beschwerden, Ihre Krankengeschichte und Ihre Lebensumstände, das am Anfang jeder Untersuchung steht. In der Therapiepraxis Schrecker in Günzburg nehmen wir uns dafür in der Einzeltherapie die nötige Zeit, denn viele Zusammenhänge zeigen sich schon im Gespräch.
Warum ist die Anamnese so wichtig?
Ihre Schilderung liefert Informationen, die keine Untersuchung ersetzen kann. Wann treten die Schmerzen auf? Was hat sich verändert, bevor sie begonnen haben? Was tut gut, was verschlimmert die Beschwerden? Aus den Antworten ergibt sich, worauf wir bei der manuellen Befundung besonders achten.
Die Anamnese hilft außerdem dabei, Warnzeichen zu erkennen. Ergeben sich Hinweise, dass eine ärztliche Abklärung nötig ist, sprechen wir dies an. Der therapeutische Befund, zu dem die Anamnese gehört, ersetzt keine ärztliche Diagnose.
Typische Fragen in der Anamnese
- Wo genau sitzen die Beschwerden und seit wann bestehen sie?
- Wie fühlt sich der Schmerz an, und strahlt er aus?
- Gab es Unfälle, Operationen oder frühere ähnliche Episoden?
- Welche ärztlichen Untersuchungen und Behandlungen gab es bereits?
- Wie sehen Ihr Beruf, Ihre Bewegung und Ihre Belastungen im Alltag aus?
Wie läuft die Anamnese in unserer Praxis ab?
Wir beginnen mit Ihrem Anliegen und hören zunächst zu. Anschließend stellen wir gezielte Nachfragen. Da wir ganzheitlich arbeiten, kann es auch um Schlaf, Stress und seelisch-emotionale Belastungen gehen. Sie entscheiden selbst, was Sie erzählen möchten.
Aus Gespräch und Untersuchung entsteht der Befund. Im Hintergrund steht dabei das Clinical Reasoning, also das fachliche Abwägen der verschiedenen Beobachtungen. Daraus entwickeln wir gemeinsam mit Ihnen einen Behandlungsplan.
So können Sie sich vorbereiten
Eine besondere Vorbereitung ist nicht nötig. Hilfreich ist es, wenn Sie vorhandene Arztbriefe oder Bildbefunde mitbringen und wissen, welche Medikamente Sie einnehmen. Es kann auch nützen, vorab kurz zu notieren, wann die Beschwerden auftreten. Bitte setzen Sie Medikamente oder ärztliche Behandlungen nicht wegen eines Termins bei uns ab.
Häufige Fragen
Was bedeutet Anamnese?
Anamnese bedeutet das Erfragen der Krankengeschichte und der aktuellen Beschwerden. Der Begriff stammt aus dem Griechischen und lässt sich mit Erinnerung übersetzen.
Was wird bei einer Anamnese gefragt?
Bei einer Anamnese wird nach Art, Ort und Beginn der Beschwerden sowie nach früheren Erkrankungen gefragt. Auch Medikamente, Beruf und Alltagsbelastungen können zur Sprache kommen.
Muss ich bei der Anamnese alles erzählen?
Nein, Sie entscheiden selbst, was Sie mitteilen möchten. Je vollständiger die wichtigen Angaben sind, desto besser lässt sich die Situation jedoch einschätzen. Das gilt besonders für Vorerkrankungen und Medikamente.
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