Akute und chronische Schmerzen unterscheiden sich vor allem in ihrer Dauer und Bedeutung: Akute Schmerzen sind ein kurzfristiges Warnsignal, chronische halten länger als etwa drei Monate an oder kehren immer wieder. In der Therapiepraxis Schrecker in Günzburg beziehen wir diese Unterscheidung in jede Befundung ein, weil sie den Blick auf Ihre Beschwerden verändert.
Was unterscheidet akute und chronische Schmerzen?
Akuter Schmerz hat meist einen erkennbaren Auslöser, etwa eine Zerrung, eine Verletzung oder einen Hexenschuss. Er schützt den Körper und klingt in der Regel ab, wenn sich das Gewebe erholt.
Bei chronischen Schmerzen ist die Warnfunktion häufig in den Hintergrund getreten. Die Beschwerden bleiben bestehen, auch wenn der ursprüngliche Anlass abgeklungen ist oder nie eindeutig gefunden wurde. Dabei kann das Nervensystem empfindlicher auf Reize reagieren, was als Schmerzgedächtnis bezeichnet wird. Das bedeutet nicht, dass Sie sich die Schmerzen einbilden. Sie sind real, auch wenn in der Bildgebung kein passender Befund sichtbar ist. Daneben gibt es Schmerzen, die in Schüben auftreten, etwa bei wiederkehrenden Rückenbeschwerden. Hier wechseln sich beschwerdeärmere Zeiten und akute Phasen ab. Für die Einordnung zählt deshalb nicht allein die Zahl der Wochen, sondern auch, wie stark die Schmerzen Ihren Alltag, Ihren Schlaf und Ihre Bewegung beeinflussen.
Was chronische Schmerzen beeinflussen kann
- Schonung und nachlassende Kraft durch wenig Bewegung
- Schlechter Schlaf und anhaltende Erschöpfung
- Anhaltender Stress und seelische Belastungen
- Sorgen und die Erwartung, dass Bewegung schadet
- Einseitige Belastungen im Beruf und im Alltag
Wann sollten Sie mit Schmerzen zum Arzt?
Neue, starke oder unklare Schmerzen gehören ärztlich abgeklärt. Das gilt besonders nach einem Unfall, bei Fieber, ungewolltem Gewichtsverlust, nächtlichen Schmerzen, Taubheit oder Kraftverlust. Starke Brustschmerzen, Atemnot, plötzliche heftige Kopfschmerzen oder Lähmungen sind ein Notfall für den Notruf 112. Unsere Behandlung ersetzt keine ärztliche Diagnose, und verordnete Medikamente sollten Sie nicht ohne ärztliche Rücksprache ändern.
Unser Vorgehen in der Praxis
Wir nehmen uns Zeit für Ihre Vorgeschichte und prüfen in der manuellen Befundung Wirbelsäule, Gelenke und Muskulatur. Weil Körper und seelisches Befinden zusammenwirken, beziehen wir beides ein. Je nach Befund kommen Manuelle Therapie und Eigenübungen in Frage, die zu Ihrem Alltag passen.
Häufige Fragen
Ab wann gelten Schmerzen als chronisch?
Schmerzen gelten in der Regel als chronisch, wenn sie länger als etwa drei Monate anhalten oder immer wiederkehren. Die Dauer allein sagt aber nichts über die Ursache aus. Deshalb sollten anhaltende Schmerzen ärztlich abgeklärt werden.
Können akute Schmerzen chronisch werden?
Ja, das kann vorkommen, die meisten akuten Schmerzen klingen aber wieder ab. Faktoren wie anhaltende Schonung, Stress und schlechter Schlaf werden als mögliche Einflüsse auf einen längeren Verlauf diskutiert.
Sind chronische Schmerzen eingebildet?
Nein, chronische Schmerzen sind real, auch wenn in der Bildgebung kein passender Befund sichtbar ist. Das Nervensystem kann mit der Zeit empfindlicher auf Reize reagieren. Das erklärt, warum Schmerzen bestehen bleiben können, wenn der Auslöser längst abgeklungen ist.
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