Psychosomatik ist das Fachgebiet, das sich mit den Wechselwirkungen zwischen körperlichen Vorgängen und seelischem Erleben beschäftigt. In der Therapiepraxis Schrecker in Günzburg berücksichtigen wir solche seelisch-emotionalen Zusammenhänge als Teil des ganzheitlichen Ansatzes, ohne eine psychotherapeutische Behandlung zu ersetzen.
Was bedeutet Psychosomatik?
Das Wort setzt sich aus den griechischen Begriffen für Seele und Körper zusammen. Gemeint ist, dass beide nicht voneinander getrennt arbeiten. Wer stark angespannt ist, spannt zum Beispiel häufig auch die Muskeln an. Umgekehrt können lang anhaltende Schmerzen die Stimmung, den Schlaf und den Alltag belasten.
Wichtig ist: Psychosomatische Beschwerden sind nicht eingebildet. Die Schmerzen oder Missempfindungen sind tatsächlich da, auch wenn sich in Untersuchungen keine ausreichende körperliche Erklärung findet. Dafür wird manchmal auch der Begriff funktionelle Störungen verwendet.
Beschwerden, bei denen dieser Zusammenhang geprüft werden kann
- Anhaltende Verspannungen in Nacken und Schulter
- Wiederkehrende Spannungskopfschmerzen
- Rückenschmerzen, die in Belastungsphasen zunehmen
- Schlafprobleme zusammen mit körperlichen Beschwerden
- Schmerzen ohne ausreichende Erklärung durch Befunde
Diese Liste ist kein Selbsttest. Solche Beschwerden können auch rein körperliche Ursachen haben. Deshalb gehört am Anfang immer eine ärztliche Abklärung dazu, und unsere Behandlung ersetzt keine ärztliche Diagnose.
Welche Rolle spielt die Psychosomatik in unserer Praxis?
In der Anamnese fragen wir auch nach Belastungen und nach Ihrem Alltag, sofern Sie darüber sprechen möchten. So kann ein vollständigeres Bild entstehen. Zur Einzeltherapie gehören je nach Befund die Arbeit mit den Händen und Eigenübungen. Mehr zu den Mechanismen erklärt der Beitrag zu Stress und Schmerz.
Wie sich Beschwerden im Einzelfall entwickeln, lässt sich nicht vorhersagen. Eine fachärztliche oder psychotherapeutische Diagnostik seelischer Erkrankungen kann unsere Behandlung nicht ersetzen.
Wo finden Sie bei seelischen Krisen Hilfe?
Wenn Sie sich seelisch stark belastet fühlen, wenden Sie sich bitte an Ihre Hausarztpraxis, an eine psychotherapeutische Praxis oder an eine Fachärztin oder einen Facharzt für Psychosomatische Medizin. In einer akuten Krise oder bei Gedanken, sich etwas anzutun, erreichen Sie den Notruf unter 112. Eine laufende Behandlung oder verordnete Medikamente sollten Sie nicht eigenmächtig beenden.
Sie entscheiden selbst, wie viel Sie über persönliche Themen sprechen möchten.
Häufige Fragen
Was bedeutet psychosomatisch?
Psychosomatisch bedeutet, dass körperliche Beschwerden und seelisches Erleben sich gegenseitig beeinflussen. Die Beschwerden sind dabei real und nicht eingebildet.
Woran erkennt man psychosomatische Beschwerden?
Das lässt sich nicht selbst feststellen, sondern braucht eine ärztliche Abklärung. Ein möglicher Hinweis ist, dass Beschwerden in Belastungsphasen zunehmen und Befunde sie nicht ausreichend erklären.
Wer hilft bei psychosomatischen Beschwerden?
Erste Anlaufstelle ist meist die Hausarztpraxis, die bei Bedarf an psychotherapeutische oder psychosomatische Fachleute verweist. In einer akuten Krise erreichen Sie den Notruf unter 112.
- Stress
- Schmerz
- Muskulatur