Eigenübungen sind Übungen, die Sie nach fachlicher Anleitung selbstständig zu Hause oder im Alltag durchführen. In der Therapiepraxis Schrecker in Günzburg sind sie ein fester Baustein der Einzeltherapie und werden auf den Befund abgestimmt.
Warum sind Eigenübungen sinnvoll?
Ein Therapietermin ist nur ein kleiner Teil der Woche. Beweglichkeit, Kraft und neue Bewegungsmuster entwickeln sich aber vor allem durch regelmäßige Wiederholung. Eigenübungen schaffen diese Wiederholung zwischen den Terminen. Sie geben Ihnen außerdem die Möglichkeit, selbst etwas beizutragen.
Bewegung ist bei vielen Beschwerden des Bewegungsapparats gut untersucht. Bei nicht spezifischen Rückenschmerzen etwa empfehlen fachliche Leitlinien, körperlich aktiv zu bleiben. Das bedeutet jedoch nicht, dass eine bestimmte Übung bei jedem Menschen das gleiche Ergebnis bringt.
Wie sollten Eigenübungen aussehen?
Ein gutes Programm passt in den Alltag. Wenige Übungen, die Sie wirklich durchführen, sind oft hilfreicher als ein langes Programm, das schnell liegen bleibt. In der Behandlung werden die Übungen gezeigt und korrigiert. Sie können im Verlauf angepasst werden, wenn sie zu leicht oder zu schwer sind.
Tipps für das Üben im Alltag
- Lassen Sie sich die Ausführung zeigen und üben Sie vor Ort
- Legen Sie eine feste Zeit oder einen festen Anlass fest
- Beginnen Sie ruhig und steigern Sie sich langsam
- Notieren Sie, was gut geht und was Schwierigkeiten macht
- Sprechen Sie Probleme beim nächsten Termin offen an
Was tun, wenn eine Übung Schmerzen verursacht?
Ein leichtes Dehngefühl oder eine spürbare Anstrengung sind beim Üben häufig normal. Wenn Schmerzen stark werden, in Arme oder Beine ausstrahlen oder nach dem Üben deutlich länger anhalten, sollten Sie die Übung unterbrechen und sie beim nächsten Termin ansprechen. Bei plötzlich auftretender Schwäche, neuem Taubheitsgefühl oder Problemen beim Wasserlassen sollten Sie umgehend ärztliche Hilfe suchen.
Eigenübungen ersetzen keine ärztliche Diagnose. Übungen aus dem Internet können eine Anregung sein, sie berücksichtigen aber Ihre persönliche Situation nicht. Besprechen Sie deshalb, welche Übungen für Sie geeignet sind, besonders wenn Beschwerden oder Vorerkrankungen bestehen.
Es ist normal, wenn das Üben nicht jeden Tag gelingt. Sagen Sie uns offen, was im Alltag nicht funktioniert hat. Dann lässt sich gemeinsam überlegen, ob eine Übung kürzer, einfacher oder an einen anderen Zeitpunkt des Tages angepasst werden kann. Ein Programm, das zu Ihrem Leben passt, lässt sich meist leichter durchhalten.
Häufige Fragen
Wie oft sollte man Eigenübungen machen?
Das hängt von der Übung und von Ihren Beschwerden ab und wird am besten individuell besprochen. Häufig ist ein regelmäßiges, kleines Pensum leichter durchzuhalten als seltene lange Einheiten.
Dürfen Eigenübungen wehtun?
Ein leichtes Dehngefühl oder Anstrengung können normal sein, starke oder ausstrahlende Schmerzen dagegen nicht. In diesem Fall sollten Sie die Übung unterbrechen und sie fachlich besprechen.
Kann man Übungen aus dem Internet nutzen?
Ja, als Anregung können sie nützlich sein, sie berücksichtigen aber Ihre persönliche Situation nicht. Bei bestehenden Beschwerden sollten Sie die Übungen fachlich abstimmen.
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