Ein Bewegungsmuster ist die gewohnte Art, in der Ihr Körper einen Ablauf wie Gehen, Bücken oder Aufstehen ausführt, meist ohne dass Sie darüber nachdenken müssen. In der Therapiepraxis Schrecker in Günzburg achten wir auf solche Muster, weil sie zeigen können, wie sich Belastungen im Körper verteilen.
Wie entstehen Bewegungsmuster?
Das Nervensystem speichert häufig wiederholte Abläufe und ruft sie automatisch ab. Das ist sehr praktisch, denn so müssen Sie nicht bei jedem Schritt überlegen, welchen Muskel Sie anspannen. Jeder Mensch entwickelt dabei seine eigene Art, sich zu bewegen. Es gibt deshalb nicht das eine richtige Muster.
Bewegungsmuster verändern sich im Lauf des Lebens. Wer längere Zeit Schmerzen hatte, schont den betroffenen Bereich oft unbewusst. Diese Schonhaltung kann auch dann bestehen bleiben, wenn der ursprüngliche Anlass längst abgeklungen ist.
Was Bewegungsmuster prägen kann
- Beruf und häufige Tätigkeiten im Alltag
- Frühere Verletzungen und Operationen
- Schonhaltungen bei Schmerzen
- Sportarten und einseitiges Training
- Eingeschränkte Beweglichkeit einzelner Gelenke
Wie werden Bewegungsmuster beurteilt?
Wir beobachten, wie Sie sich bewegen, etwa beim Gehen. Die Gangbildanalyse ist dafür ein Baustein. Ergänzend prüfen wir bei der manuellen Befundung, ob Gelenke und Muskeln den Ablauf frei mitmachen. Solche Beobachtungen werden zusammen mit dem Gespräch über Ihre Beschwerden abgewogen.
Ein auffälliges Muster bedeutet nicht automatisch, dass es die Ursache von Beschwerden ist. Viele Menschen bewegen sich ungewöhnlich und haben keinerlei Probleme. Deshalb ist die Beobachtung nur ein Teil des therapeutischen Befunds, und sie ersetzt keine ärztliche Diagnose.
Lassen sich Bewegungsmuster verändern?
Gewohnheiten können sich ändern, doch dies braucht Zeit und Wiederholung. In der Einzeltherapie können manuelle Techniken vorbereitend zum Einsatz kommen. Dazu besprechen wir mit Ihnen Eigenübungen, die Sie zu Hause durchführen können. Kleine, regelmäßige Änderungen sind dabei meist leichter in den Alltag einzubauen als große Umstellungen.
Auch funktionelle Störungen im Bewegungsablauf werden so im Zusammenhang betrachtet. Wie schnell sich etwas verändert, ist von Mensch zu Mensch unterschiedlich.
Häufige Fragen
Was versteht man unter einem Bewegungsmuster?
Ein Bewegungsmuster ist die gewohnte, weitgehend automatische Art, einen Bewegungsablauf auszuführen. Dazu zählen zum Beispiel Gehen, Bücken oder das Aufstehen vom Stuhl.
Kann man falsche Bewegungsmuster verlernen?
Ja, Bewegungsgewohnheiten lassen sich durch Üben und Wiederholung verändern. Das erfordert Zeit und Regelmäßigkeit. Nicht jedes ungewöhnliche Muster ist jedoch falsch oder muss verändert werden.
Können Schmerzen das Bewegungsmuster verändern?
Ja, bei Schmerzen schont der Körper den betroffenen Bereich oft unbewusst und bewegt sich anders. Diese Anpassung kann auch bestehen bleiben, nachdem die Schmerzen nachgelassen haben.
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- Haltung