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Schrecker Therapiepraxis

Schmerzgedächtnis

Das Schmerzgedächtnis beschreibt, dass das Nervensystem durch anhaltende Schmerzen empfindlicher wird, sodass Schmerzen fortbestehen können.

Beschwerden Auch: Schmerzchronifizierung, Zentrale Sensibilisierung

Das Schmerzgedächtnis beschreibt die Beobachtung, dass das Nervensystem durch länger anhaltende Schmerzen empfindlicher werden kann, sodass Beschwerden auch dann fortbestehen, wenn der ursprüngliche Auslöser abgeklungen ist. In der Therapiepraxis Schrecker in Günzburg erklären wir Ihnen diese Zusammenhänge, weil sie helfen können, langwierige Schmerzen besser einzuordnen.

Was ist das Schmerzgedächtnis?

Das Wort ist ein bildhafter Ausdruck. Es gibt keinen einzelnen Speicherort im Gehirn, an dem Schmerzen abgelegt wären. Gemeint sind Lernvorgänge in Rückenmark und Gehirn. Nervenzellen, die wiederholt Schmerzsignale weiterleiten, können ihre Empfindlichkeit steigern. Fachleute sprechen von zentraler Sensibilisierung.

Die Folgen können sein, dass schon leichte Reize schmerzen oder sich der Schmerz auf größere Bereiche ausdehnt. Wichtig ist, dass die Schmerzen dabei keine Einbildung sind. Das Nervensystem verarbeitet Signale tatsächlich anders. Auch diese Veränderungen sind jedoch nicht zwingend dauerhaft. Das Nervensystem bleibt lernfähig, wobei der Verlauf von Mensch zu Mensch unterschiedlich ist. Für den Alltag heißt das auch, dass Schmerz nicht in jedem Fall einen neuen Schaden anzeigt. Diese Information kann entlasten, ersetzt aber keine Abklärung im Einzelfall.

Was zu einem Schmerzgedächtnis beitragen kann

  • Starke oder lang anhaltende chronische Schmerzen
  • Vermeiden von Bewegung aus Sorge vor neuem Schmerz
  • Anhaltender Stress und seelische Belastungen
  • Dauerhaft schlechter Schlaf
  • Wenig Hoffnung und häufiges Grübeln über den Schmerz

Wann sollten Sie bei Schmerzen ärztlichen Rat suchen?

Schmerzen dürfen nicht vorschnell dem Schmerzgedächtnis zugeschrieben werden. Andere Ursachen sollten zuerst ärztlich ausgeschlossen sein. Suchen Sie bitte ärztliche Hilfe, wenn neue oder deutlich stärkere Schmerzen auftreten oder Fieber, ungewollter Gewichtsverlust, Lähmungen, Taubheit oder Probleme mit Blase und Darm dazukommen. Unsere Behandlung ersetzt keine ärztliche Diagnose. Verordnete Medikamente ändern Sie bitte nur nach ärztlicher Rücksprache.

Wie wir damit in der Praxis umgehen

Das Schmerzgedächtnis lässt sich nicht einfach ertasten oder messen. Wir hören daher genau zu und erfassen in der Anamnese, wie Ihre Beschwerden entstanden sind und was sie beeinflusst. Der ganzheitliche Ansatz verbindet dann die körperliche Untersuchung mit dem Blick auf seelisch-emotionale Zusammenhänge. Je nach Befund können Manuelle Therapie und Eigenübungen Sie dabei unterstützen, schrittweise wieder mehr Vertrauen in Bewegung zu fassen.

Häufige Fragen

Kann man das Schmerzgedächtnis löschen?

Löschen im wörtlichen Sinn lässt es sich nicht, das Nervensystem bleibt aber lernfähig. Empfohlen wird meist ein Zusammenspiel aus Bewegung, Information und dem Umgang mit Belastungen. Wie sich die Beschwerden entwickeln, ist individuell verschieden.

Woran merke ich, dass ich ein Schmerzgedächtnis habe?

Selbst feststellen lässt sich das nicht sicher. Hinweise können Schmerzen sein, die lange nach einer Verletzung bestehen bleiben, sich ausbreiten oder schon bei leichter Berührung auftreten. Andere Ursachen sollten zuerst ärztlich ausgeschlossen werden.

Bedeutet Schmerzgedächtnis, dass ich mir die Schmerzen einbilde?

Nein, die Schmerzen sind real. Das Nervensystem verarbeitet Reize verändert und verstärkt die Signale. Das ist ein körperlicher Vorgang und keine Frage der Einstellung.

  • Schmerz
  • Nerven
  • Stress

Der erste Schritt ist ein Gespräch.

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