Schulterschmerzen sind Beschwerden im Bereich des Schultergelenks, die oft beim Anheben des Arms auftreten; beim Impingement-Syndrom werden dabei Sehnen oder der Schleimbeutel unter dem Schulterdach eingeengt. In der Therapiepraxis Schrecker in Günzburg schauen wir uns an, wie Schulter, Schulterblatt und obere Wirbelsäule zusammenarbeiten.
Was ist ein Impingement-Syndrom bei Schulterschmerzen?
Die Schulter ist das beweglichste Gelenk des Körpers. Diese Beweglichkeit wird vor allem durch Muskeln und Sehnen gesichert, die sogenannte Rotatorenmanschette. Zwischen dem Oberarmkopf und dem knöchernen Schulterdach liegt nur ein schmaler Raum. Ist er eingeengt, können die dort verlaufenden Sehnen und der Schleimbeutel gereizt werden.
Typisch ist ein Schmerz, der beim seitlichen Anheben des Arms in einem mittleren Bewegungsbereich auftritt, oft auch beim Liegen auf der betroffenen Seite. Der Begriff beschreibt ein Beschwerdebild. Welche Strukturen genau beteiligt sind, kann sich von Person zu Person unterscheiden. Schulterschmerzen müssen nicht von einem Impingement kommen. Auch eine Schultersteife, Sehnenrisse, Verschleiß im Gelenk oder eine Reizung der Halswirbelsäule können ähnliche Beschwerden auslösen. Deshalb lässt sich aus dem Schmerz allein nicht sicher ableiten, welche Struktur betroffen ist. Eine gründliche Untersuchung ist hier der erste Schritt.
Mögliche Einflüsse bei Schulterschmerzen
- Häufige Arbeiten mit den Armen über Kopf
- Überlastung durch Wurf- oder Schwimmsport
- Veränderungen an den Sehnen der Rotatorenmanschette
- Eine gereizte oder verdickte Schleimbeutelwand
- Ein Rundrücken und eine veränderte Stellung des Schulterblatts
Wann gehören Schulterschmerzen zum Arzt?
Lassen Sie die Schulter ärztlich untersuchen, wenn Sie den Arm nach einem Sturz nicht mehr heben können, wenn die Schulter sichtbar verformt ist oder wenn die Schmerzen nachts stark zunehmen. Bei Fieber oder einer heißen, geröteten Schulter sollten Sie ebenfalls nicht abwarten. Treten Schulterschmerzen zusammen mit Druck in der Brust oder Atemnot auf, rufen Sie bitte sofort den Notruf 112. Unsere Behandlung ersetzt keine ärztliche Diagnose.
Unser Vorgehen in der Praxis
In der manuellen Befundung prüfen wir, welche Bewegungen die Beschwerden auslösen und wie das Schulterblatt mitläuft. Auch die Halswirbelsäule beziehen wir ein, weil von dort ebenfalls Schmerzen in die Schulter ausstrahlen können. Je nach Befund kommen Manuelle Therapie und passende Eigenübungen in Frage.
Häufige Fragen
Woran erkenne ich ein Impingement-Syndrom?
Ein typischer Hinweis ist ein Schmerz beim seitlichen Anheben des Arms, der in einem mittleren Bewegungsbereich auftritt. Sicher einordnen lässt sich das aber nur durch eine Untersuchung, weil andere Schulterprobleme ähnliche Beschwerden verursachen können.
Sollte ich die Schulter bei Schmerzen schonen?
Kurzfristig kann es sinnvoll sein, schmerzauslösende Bewegungen zu reduzieren, eine längere vollständige Schonung ist aber meist nicht ratsam. Die Schulter kann dadurch an Beweglichkeit verlieren. Welche Bewegungen passen, hängt vom Befund ab.
Können Schulterschmerzen vom Nacken kommen?
Ja, das kommt vor. Gereizte Strukturen der Halswirbelsäule können Schmerzen in die Schulter und den Arm ausstrahlen lassen. Deshalb gehört der Nacken zur Untersuchung der Schulter dazu.
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