Die Palpation ist das gezielte Abtasten des Körpers mit den Händen, um Haut, Muskulatur, Sehnen und tastbare Knochenpunkte zu beurteilen. In der Therapiepraxis Schrecker in Günzburg ist sie ein Teil der manuellen Befundung, mit der wir uns einen Eindruck von Ihrem Körper verschaffen.
Was wird bei der Palpation untersucht?
Beim Tasten lassen sich Unterschiede im Gewebe wahrnehmen. Wir tasten mit unterschiedlich starkem Druck und vergleichen die Körperseiten. So lässt sich zum Beispiel feststellen, ob eine Muskelpartie fester ist als die Umgebung oder ob eine Stelle auf Druck empfindlich reagiert.
Bei Verhärtungen in der Muskulatur spricht man auch von einer Myogelose. Empfindliche Punkte, die in andere Bereiche ausstrahlen können, werden als Triggerpunkte bezeichnet. Sowohl das Vorkommen solcher Punkte als auch ihre Bedeutung werden in der Fachwelt noch diskutiert. Deshalb betrachten wir den Tastbefund immer gemeinsam mit anderen Beobachtungen.
Worauf wir beim Abtasten achten
- Spannung und Festigkeit der Muskulatur
- Druckempfindliche oder schmerzhafte Stellen
- Temperatur und Beschaffenheit der Haut
- Verschieblichkeit des Gewebes
- Lage tastbarer Knochenpunkte im Seitenvergleich
Wie zuverlässig ist die Palpation?
Die Palpation vermittelt einen unmittelbaren Eindruck, der jedoch immer auch von der tastenden Person abhängt. Verschiedene Untersuchende kommen nicht immer zum gleichen Ergebnis, besonders bei sehr feinen Bewegungs- oder Lageunterschieden. Darum ist sie kein alleinstehendes Verfahren, sondern ein Baustein im therapeutischen Befund.
Ihre Rückmeldung spielt dabei eine große Rolle. Sie sagen uns, was Sie spüren, und wir ordnen dies gemeinsam mit der Anamnese und den Beobachtungen beim Gehen und Bewegen ein. Daraus entsteht eine Einschätzung, die im Verlauf überprüft wird.
Die Palpation macht keine Strukturen im Körperinneren sichtbar. Sie ersetzt daher keine Bildgebung und keine ärztliche Diagnose. Ergeben sich beim Tasten Auffälligkeiten, die wir nicht einordnen können, wie etwa eine ungewöhnliche Schwellung, raten wir zu einer ärztlichen Abklärung.
So fühlt sich die Palpation an
Die Untersuchung ist in der Regel gut auszuhalten. Druck auf empfindliche Stellen kann kurz unangenehm sein. Sagen Sie bitte jederzeit Bescheid, wenn der Druck zu stark ist, damit wir ihn anpassen können.
Häufige Fragen
Was bedeutet Palpation?
Palpation bedeutet Abtasten und bezeichnet die Untersuchung des Körpers mit den Händen. Der Begriff leitet sich vom lateinischen Wort für streicheln oder sanft berühren ab.
Tut eine Palpation weh?
Eine Palpation tut in der Regel nicht weh, an empfindlichen Stellen kann sie aber kurz unangenehm sein. Sagen Sie Bescheid, wenn der Druck zu stark ist. Er wird dann angepasst.
Was kann man mit Palpation feststellen?
Mit der Palpation lassen sich Spannung, Festigkeit und Druckempfindlichkeit von Gewebe beurteilen. Strukturen im Körperinneren und viele Erkrankungen kann sie jedoch nicht zuverlässig zeigen.
- Untersuchung
- Muskulatur