Weichteiltechniken sind Handgriffe, mit denen Muskeln, Sehnen, Bänder und Faszien behandelt werden, um die Spannung und die Beweglichkeit dieses Gewebes zu beeinflussen. In der Therapiepraxis Schrecker in Günzburg richtet sich die Arbeit mit den Händen nach dem Befund und ist Teil der Manuellen Therapie.
Was sind Weichteiltechniken?
Als Weichteile bezeichnet man die Gewebe des Körpers, die nicht zum Knochen gehören. Während sich Gelenktechniken vor allem auf die Bewegung zwischen zwei Knochen richten, setzen Weichteiltechniken am umgebenden Gewebe an. Der Begriff ist ein Sammelname. Darunter fallen verschiedene Griffe, die sich in Richtung, Tempo und Druck unterscheiden.
Beispiele aus dem Fachgebiet
- Streichende und knetende Griffe an der Muskulatur
- Gehaltener Druck auf empfindliche Stellen
- Sanftes Dehnen von Muskeln und Gewebe
- Griffe quer zum Verlauf von Sehnen oder Muskelfasern
- Bewegen eines Gelenks bei gleichzeitigem Druck auf den Muskel
Diese Liste beschreibt das Fachgebiet allgemein. Welcher Griff bei Ihnen infrage kommt, wird im Einzelfall entschieden.
Bei welchen Beschwerden werden Weichteiltechniken eingesetzt?
Häufig geht es um Verspannungen in Nacken und Schulter, um tastbare Verhärtungen wie die Myogelose oder um empfindliche Triggerpunkte. Vor der Behandlung steht das Tasten, die Palpation. Dabei werden Spannung, Temperatur und Empfindlichkeit des Gewebes beurteilt.
Viele Menschen erleben solche Griffe als angenehm oder entspannend. Manchmal kann das Gewebe danach für kurze Zeit empfindlich sein. Die wissenschaftliche Datenlage ist je nach Technik und Beschwerde unterschiedlich. Für manche Griffe sind vor allem kurzfristige Effekte beschrieben, andere sind wenig untersucht. Deshalb ergänzen Weichteiltechniken aktive Bewegung häufig und ersetzen sie nicht.
Wann ist Vorsicht geboten?
Bei frischen Verletzungen, Entzündungen, Fieber, Hautveränderungen im Behandlungsgebiet oder ungeklärten Schmerzen sollte zuerst eine ärztliche Abklärung erfolgen. Teilen Sie vor einer Behandlung auch mit, ob Sie blutverdünnende Medikamente einnehmen, und setzen Sie diese nicht von sich aus ab. Weichteiltechniken ersetzen keine ärztliche Diagnose. Sie sind ein möglicher Baustein, dessen Nutzen im Verlauf gemeinsam überprüft wird.
Für die Einordnung ist auch hilfreich, wie sich Ihre Beschwerden im Alltag zeigen. Treten sie vor allem nach langem Sitzen auf, nach körperlicher Arbeit oder in angespannten Phasen, kann das Hinweise für das weitere Vorgehen geben. Dann lässt sich besser besprechen, ob neben der Behandlung auch Veränderungen bei Bewegung und Haltung sinnvoll sind.
Häufige Fragen
Sind Weichteiltechniken das Gleiche wie Massage?
Nicht ganz, denn Massagegriffe sind nur ein Teil der Weichteiltechniken. Der Begriff umfasst auch Griffe mit gehaltenem Druck, Dehnungen und Techniken in Verbindung mit Bewegung.
Wie fühlt sich eine Weichteilbehandlung an?
Das reicht je nach Griff von angenehm bis zu einem deutlichen Druckgefühl. Sie können jederzeit Rückmeldung geben, wenn Ihnen der Druck zu stark ist.
Wann sollte man auf Weichteiltechniken verzichten?
Bei frischen Verletzungen, Entzündungen, Fieber oder ungeklärten Schmerzen sollte zuerst eine ärztliche Abklärung erfolgen. Informieren Sie vor der Behandlung auch über Ihre Vorerkrankungen und Medikamente.
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