Nervenschmerzen sind Schmerzen, die durch eine Reizung, Einengung oder Schädigung von Nerven entstehen, nicht durch eine Verletzung des umliegenden Gewebes. In der Therapiepraxis Schrecker in Günzburg gehören Nervenschmerzen zu den Schwerpunkten. Wir klären gemeinsam mit Ihnen, welche Zusammenhänge im Bereich des Bewegungsapparats eine Rolle spielen können.
Woran erkennt man Nervenschmerzen?
Fachleute sprechen auch von neuropathischen Schmerzen. Viele Betroffene beschreiben sie als brennend, stechend, einschießend oder elektrisierend. Häufig folgen sie dem Verlauf eines bestimmten Nervs und strahlen zum Beispiel vom Rücken bis in den Fuß oder vom Nacken bis in die Hand. Begleitend können Taubheitsgefühl und Kribbeln auftreten. Manchmal reagiert die Haut schon auf leichte Berührung empfindlich.
Das Nervensystem leitet Signale über weite Strecken weiter. Deshalb liegt der Ort der Störung nicht immer dort, wo Sie den Schmerz spüren. Von anderen Schmerzen lassen sich Nervenschmerzen nicht immer klar trennen. Muskeln und Gelenke können ebenfalls Beschwerden ausstrahlen lassen, und beides kann gleichzeitig vorliegen. Hilfreich ist es deshalb, wenn Sie beobachten, wo genau der Schmerz verläuft, wie er sich anfühlt und welche Haltungen oder Bewegungen ihn verändern.
Mögliche Ursachen von Nervenschmerzen
- Druck auf eine Nervenwurzel, etwa durch einen Bandscheibenvorfall
- Engstellen auf dem Weg des Nervs, wie im Handgelenk
- Reizungen des Ischiasnervs
- Verletzungen oder Operationen im Verlauf des Nervs
- Erkrankungen wie Gürtelrose oder Diabetes
Wann müssen Nervenschmerzen ärztlich abgeklärt werden?
Lassen Sie neu aufgetretene oder stärker werdende Nervenschmerzen ärztlich untersuchen, damit behandelbare Grunderkrankungen erkannt werden. Sofort handeln sollten Sie bei Lähmungen, bei plötzlicher Schwäche in Arm oder Bein, bei Taubheit im Gesäß- oder Genitalbereich oder bei Problemen mit Wasserlassen und Stuhlgang. Das gilt auch nach einem Unfall oder bei hohem Fieber. Unsere Behandlung ersetzt keine ärztliche Diagnose, und eine ärztlich verordnete Therapie sollten Sie nicht eigenmächtig ändern.
Unser Vorgehen in der Praxis
Nach einer ausführlichen Anamnese prüfen wir bei der manuellen Befundung Wirbelsäule, Gelenke und Muskulatur. In der Einzeltherapie von 30 bis 45 Minuten können je nach Befund Manuelle Therapie und Eigenübungen einen Platz haben. Auch mögliche seelisch-emotionale Belastungen sprechen wir an, weil sie das Schmerzerleben beeinflussen können.
Häufige Fragen
Wie fühlen sich Nervenschmerzen an?
Nervenschmerzen fühlen sich häufig brennend, einschießend oder elektrisierend an. Oft kommen Kribbeln oder Taubheit hinzu. Sie können entlang des betroffenen Nervs ausstrahlen.
Welcher Arzt ist bei Nervenschmerzen zuständig?
Der erste Ansprechpartner ist meist die hausärztliche Praxis, die bei Bedarf an die Neurologie überweist. Dort lassen sich Nervenfunktion und mögliche Grunderkrankungen gezielt untersuchen. Je nach Ursache können weitere Fachrichtungen hinzukommen.
Können Nervenschmerzen von der Wirbelsäule kommen?
Ja, das ist eine mögliche Ursache. Nervenwurzeln können im Bereich der Wirbelsäule gereizt oder eingeengt werden und Schmerzen in Arme oder Beine auslösen. Es gibt aber auch viele Ursachen außerhalb der Wirbelsäule.
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