Eine Fehlhaltung ist eine Abweichung von der aufrechten Körperhaltung, die aus Gewohnheit oder Muskelschwäche entsteht und sich meist noch aktiv ausgleichen lässt. In der Therapiepraxis Schrecker in Günzburg betrachten wir Haltung immer im Zusammenhang mit Bewegung, Belastung im Alltag und Ihrem Befinden.
Was ist eine Fehlhaltung und was unterscheidet sie von einer Fehlform?
Bei einer Fehlhaltung können Sie sich in der Regel noch aufrichten, zumindest kurzzeitig. Bei einer Fehlform dagegen hat sich die Form der Wirbelsäule fest verändert und lässt sich willentlich nicht mehr vollständig ausgleichen. Bekannte Beispiele für Haltungsmuster sind der Rundrücken und das Hohlkreuz, die beide als Fehlhaltung oder als feste Form auftreten können.
Eine einzige „richtige“ Haltung gibt es nicht. Körperbau und Alltag sind verschieden, und nicht jede Abweichung verursacht Beschwerden. Häufig ist das lange Verharren in derselben Position ungünstiger als die Position selbst. Auch die Stimmung kann sich in der Haltung ausdrücken, etwa wenn Belastung oder Anspannung die Schultern nach oben und vorne zieht. Hilfreich ist im Alltag weniger das starre Geradehalten als ein häufiger Wechsel zwischen Sitzen, Stehen und Gehen. Eine Haltung, die Sie nur mit viel Kraft halten können, lässt sich im Alltag kaum durchhalten.
Häufige Einflüsse auf eine Fehlhaltung
- Langes Sitzen am Schreibtisch oder im Auto
- Der gesenkte Blick auf Bildschirm und Handy
- Wenig Kraft in Rumpf- und Rückenmuskulatur
- Einseitiges Tragen oder Heben im Alltag
- Anhaltende Anspannung und Stress
Wann sollte eine Fehlhaltung ärztlich abgeklärt werden?
Lassen Sie Haltungsauffälligkeiten bei Kindern und Jugendlichen im Wachstum ärztlich untersuchen, besonders wenn Schultern oder Hüften sichtbar schief stehen. Auch eine zunehmende Krümmung, die sich nicht mehr aufrichten lässt, starke Rückenschmerzen in der Nacht, Fieber, ungewollter Gewichtsverlust, Lähmungen oder Taubheit sollten Sie abklären lassen. Unsere Behandlung ersetzt keine ärztliche Diagnose.
So gehen wir in der Praxis vor
Im Gespräch erfahren wir, wie Ihr Alltag aussieht. Bei der manuellen Befundung und der Gangbildanalyse achten wir darauf, wie Sie stehen und sich bewegen. Darauf aufbauend können Manuelle Therapie und Eigenübungen in die Einzeltherapie einfließen, damit Sie im Alltag öfter die Position wechseln und Ihre Muskulatur fordern.
Häufige Fragen
Was ist der Unterschied zwischen Fehlhaltung und Fehlform?
Eine Fehlhaltung lässt sich noch aktiv ausgleichen, eine Fehlform dagegen nicht vollständig. Bei einer Fehlform hat sich die Form der Wirbelsäule fest verändert. Die Abgrenzung gehört in die Hand von Fachleuten.
Kann man eine schlechte Haltung korrigieren?
Oft lässt sich die Haltung beeinflussen, etwa durch mehr Bewegung, Kräftigung und häufige Positionswechsel. Wie weit das möglich ist, hängt von der Ursache und der Beweglichkeit ab.
Macht eine Fehlhaltung immer Schmerzen?
Nein, viele Menschen mit Haltungsabweichungen haben keine Beschwerden. Sie kann aber zu ungünstigen Belastungen beitragen. Ob ein Zusammenhang mit Ihren Schmerzen besteht, klärt eine Untersuchung.
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